Marketing bleibt persönlich

Das Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen steigt gegenüber den Vorjahren nochmals beträchtlich. Die zunehmende Beziehungsorientierung in der Unternehmenskommunikation gibt der Branche darüber hinaus weiteren Auftrieb. Messen beanspruchen dabei nach wie vor den größten Anteil des Budgets. Erwartungsgemäß wird außerdem ein weiterer Bedeutungszuwachs der Online Kommunikation prognostiziert wobei die Relevanz von Klassischer Werbung und Sponsoring aus Sicht der Befragten abnehmen wird.

Der FAMAB RESEARCH 2016 ist die Fortführung der Trendstudie zum Kommunikationsverhalten deutscher Unternehmen. In diesem Jahr befragte der Lehrstuhl für Marketing und Handelsbetriebslehre der Technischen Universität Chemnitz im Auftrag des FAMAB Kommunikationsverband e. V. zwischen September und November erneut Unternehmen aus 13 ausgewählten Branchen zu kommunikationsbezogenen Themen. Wesentlich hier ist aus Sicht des Verbands die zunehmende Orientierung von Unternehmen und Konsumenten an Marken und deren Werten.

Beziehungen zu Kunden im Vordergrund

Beziehungsorientierung wird auch in Zukunft ein Leitmotiv der Unternehmenskommunikation darstellen. Folglich sind der Ausbau persönlicher Kontakte sowie die Individualisierung von Kundenbeziehungen Kernthemen der kommenden Jahre. Die Relevanz von Social Media Kanälen wird in den kommenden Jahren nicht an Bedeutung verlieren. Die Verknüpfung von Marketingkanälen gehört zu den zentralen Themen der Unternehmenskommunikation.

Wie bereits im Vorjahr kommt der Online Kommunikation weiterhin eine bedeutende Stellung zu. Mehr als 85% der Befragten prognostizieren einen Bedeutungszuwachs der Online Kommunikation im eigenen Unternehmen. Daneben wird auch der Nicht-Klassischen Werbung und Maßnahmen der Live Kommunikation / Integrierte Markenerlebnisse eine gesteigerte Relevanz in den kommenden Jahren vorhergesagt. Beide Instrumente regen die Auseinandersetzung von Kunden mit Marken an, steigern das Customer Engagement und bieten folglich Potenziale zur Vermittlung besonderer Erlebnisse.

In den kommenden zwei Jahren ist darüber hinaus mit einem spürbaren Rückgang der Bedeutung der Klassischen Werbung und des Sponsoring im Kommunikationsportfolio der Unternehmen zu rechnen.

Online erhält mehr Marketing Budget

Bereits im „FAMAB Research 2015“ zeichneten sich Zuwächse in den Kommunikationsetats deutscher Unternehmen in den kommenden Jahren ab.

Wie im Vorjahr prognostiziert, ist die Bedeutung der Online Kommunikation um etwa 10% gewachsen. Auf dieses Instrument entfallen im Jahr 2016 20,0% des Kommunikationsetats deutscher Unternehmen.

Auch die geringen Verschiebungen im Bereich der übrigen Instrumente entsprechen den Erwartungen, die sich bereits im Vorjahr abzeichneten. Die Kommunikationsetats deutscher Unternehmen werden im kommenden Jahr – auf insgesamt 31,49 Mrd. € – weiterwachsen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass durchschnittlich etwas mehr als 80% des Etats auf Maßnahmen der Außenkommunikation entfällt. Obwohl der Etatanteil für Maßnahmen der Innenkommunikation erwartungsgemäß wesentlich kleiner ist, wird deutlich, dass die Unternehmen sich der Notwendigkeit nach innen gerichteter Kommunikation bewusst sind und den dafür bereitgestellten Budgetanteil auch quantifizieren können.

Messen bleiben wichtig

Messen beanspruchen weiterhin den größten Anteil des Budgets für Live Kommunikation / Integrierte Markenerlebnisse und tragen für nahezu die Hälfte des Etats in diesem Bereich Verantwortung. Im Vergleich zum Vorjahr ist sogar ein leichtes Wachstum zu verzeichnen. Auf Messebeteiligungen entfallen im Jahr 2016 somit 11,5% des Gesamtkommunikationsetats der Unternehmen.

Quelle: FAMAB

 


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